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Motorola

Der Weg aus der Pixel-Abhängigkeit.

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Motorola – der Weg aus der Pixel-Abhängigkeit

Doch genau bei der bisher größten Schwäche von GrapheneOS beginnt sich etwas zu verändern.

Am 2. März 2026 kündigte Motorola auf dem Mobile World Congress offiziell eine langfristige Zusammenarbeit mit der GrapheneOS Foundation an. Beide Seiten wollen an zukünftigen Smartphones arbeiten, deren Hardware die hohen Sicherheitsanforderungen von GrapheneOS erfüllt. Motorola spricht ausdrücklich von Geräten, die für GrapheneOS-Kompatibilität entwickelt werden sollen.

Das ist für das Projekt weit mehr als die Unterstützung einer weiteren Smartphone-Marke.

Bislang hängt GrapheneOS praktisch davon ab, dass Google weiterhin Geräte produziert, deren Hardware offen genug und gleichzeitig sicher genug für das Projekt ist.

Mit Motorola könnte erstmals ein großer Hersteller Hardware entwickeln, bei deren Planung die Anforderungen von GrapheneOS berücksichtigt werden.

Nach aktuellen Aussagen des GrapheneOS-Projekts sollen 2027 die ersten geeigneten Motorola-Geräte erscheinen. Bestehende Motorola-Smartphones werden dadurch nicht nachträglich kompatibel – ihnen fehlen dafür erforderliche Hardwareeigenschaften. Ob zukünftige Modelle direkt mit GrapheneOS vorinstalliert verkauft werden oder Nutzer das System zunächst weiterhin selbst installieren, ist derzeit noch nicht endgültig geklärt.

Damit könnte 2027 etwas passieren, das für GrapheneOS strategisch enorm wichtig ist:

Zum ersten Mal wäre echte Wahlfreiheit bei der Hardware möglich.

Nicht Pixel oder GrapheneOS.

Sondern vielleicht Pixel und Motorola mit GrapheneOS.

Und möglicherweise irgendwann noch mehr.

Kontrolle statt digitalem Vertrauen

GrapheneOS zeigt ziemlich deutlich, worum es beim Thema Datenschutz eigentlich gehen sollte.

Nicht darum, jedem Unternehmen pauschal zu misstrauen.

Und auch nicht darum, sich vollständig aus der digitalen Welt zurückzuziehen.

Es geht darum, technische Systeme so zu gestalten, dass wir ihnen möglichst wenig blind vertrauen müssen.

Eine App benötigt meine Kontakte?

Dann soll sie erklären, warum.

Eine Anwendung benötigt keinen Internetzugang?

Dann muss sie auch keinen bekommen.

Google-Dienste werden gebraucht?

Dann können sie installiert werden – aber ohne automatisch über dem restlichen System zu stehen.

Vielleicht ist genau das die unbequemste Idee hinter GrapheneOS:

Unsere Daten müssen nicht automatisch der Preis dafür sein, ein modernes Smartphone benutzen zu dürfen.